Der Kyffhäuser Mi. 16.09.2026 | Bild 1
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Der Kyffhäuser

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Ein Berg, ein Mythos, eine Nation – der Kyffhäuser, südlich des Harzes gelegen, prägt Deutschlands Geschichte wie kaum ein anderer Ort. Thronte auf dem Bergsporn einst die imposante Reichsburg, steht heute auf ihren Ruinen das Kyffhäuserdenkmal. Seine Sage evoziert bis in die Gegenwart Faszination ebenso wie Verstörung. In ihrem Band „Der Kyffhäuser. Geschichte, Geschichten, Mythos und Missbrauch“ (2026) folgen die Literaturwissenschaftlerin Annette Seemann und der Fotograf Constantin Beyer den Spuren dieses geschichtsträchtigen Ortes durch die Jahrhunderte – von den archäologischen Sensationsfunden der staufischen Oberburg über die Königspfalz Tilleda bis zum rätselhaften Tod Barbarossas im Fluss Saleph. Auch die Schattenseiten des Kyffhäusers, den Missbrauch seines Mythos’ als Werkzeug politischer Manipulation behandeln Seemann und Beyer.  Bei der Buchvorstellung in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek zeigen die Autor*innen, wie unterschiedliche Epochen das Kyffhäuser-Denkmal neu besetzten: vom wilhelminischen Monumentalbau über die NS-Weihestätte bis zur DDR-Ausflugsdestination mit Stasi-Bungalow.   Dr. Annette Seemann lebt und arbeitet als Literaturwissenschaftlerin, Schriftstellerin und Übersetzerin in Weimar. Ihre Schwerpunkte sind kulturgeschichtliche Publikationen, vornehmlich zur Weimarer Geschichte und Biografien von Frauen. Seit seiner Gründung ist sie Vorsitzende des Vereins Gesellschaft Anna Amalia Bibliothek e.V. Constantin Beyer lebt als Fotograf in Weimar. Seit 1987 führt er den Familienbetrieb Lichtbildner, der sich auf die Fotografie von Architektur, Kunst und Landschaften fokussiert. In seiner Position verwaltet Beyer auch ein Fotoarchiv mit 55.000 Aufnahmen, die in seinen zahlreichen Publikationen zur Kunst-, Kultur- und Architekturgeschichte Deutschlands erscheinen.

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