Saitenklänge treffen Balggeflüster: Mandolinenorchester Rudolstadt begeht 107. Gründungsjubiläum und feiert das Akkordeon mit Berliner Virtuosen
Als Kulisse für dieses musikalische Highlight dient die Gläserne Porzellanmanufaktur in Rudolstadt-Volkstedt. Wo sonst feinstes „Weißes Gold“ entsteht, verschmelzen an diesem Nachmittag filigrane Zupfmusik und dynamische Balg-Klänge zu einem besonderen Gesamtkunstwerk. Das Konzert steht im Zeichen eines ganz besonderen Meilensteins: Das Mandolinenorchester Rudolstadt blickt auf stolze 107 Jahre Orchestergeschichte zurück. Seit mehr als einem Jahrhundert prägt das Ensemble die Thüringer Kulturlandschaft und beweist eindrucksvoll, wie lebendig und wandelbar die Zupfmusik-Tradition bis heute geblieben ist. Unter der feinfühligen musikalischen Leitung von Jana Witte rückt das Orchester das vom Deutschen Musikrat erkorene „Instrument des Jahres 2026“ in den Mittelpunkt des Programms: das Akkordeon. Die Dirigentin hat ein Programm zusammengestellt, das die faszinierende Vielseitigkeit und die tiefe Klangverwandtschaft zwischen Zupf- und Balginstrumenten zelebriert und die traditionellen Grenzen der Orchestermusik aufbricht. Das unbestrittene Herzstück des Konzertnachmittags ist die Aufführung des Werkes „Baska Voda“ des renommierten Komponisten Peter Hoch. Für die Interpretation dieses anspruchsvollen Werkes konnte das Orchester einen herausragenden Gastmusiker gewinnen: Der Berliner Akkordeonist Joel Kroll wird als Solist des Nachmittags zu hören sein und die Konzertbesucher mit seinem virtuosen Spiel am Akkordeon begeistern. Neben der Würdigung des Akkordeons präsentiert das Orchester ein hochkarätiges und stilistisch vielfältiges Programm, das die gesamte Klangpalette eines modernen Zupforchesters abbildet. Zur Aufführung gelangen unter anderem die ausdrucksstarke „Trilogie op. 26“ von Michael Tröster sowie das virtuose und feinsinnige „Capriccio“ für Zupforchestervon Hans Gál. Komplettiert wird die musikalische Reise durch das zeitgenössische Werk „Ronde 08/14“ von Ralph Paulsen-Bahnsen. Diese Kompositionen versprechen ein Wechselspiel aus rhythmischer Prägnanz und schwelgenden Melodien, das die besondere Akustik der Manufaktur voll ausschöpft. Das Stück "Baska Voda", benannt nach dem idyllischen kroatischen Küstenort, gilt als Meisterwerk der zeitgenössischen Musik für Zupforchester und Akkordeon. Peter Hoch versteht es meisterhaft, die rhythmische Energie und die sehnsuchtsvollen Melodien der Adriaküste einzufangen. In „Baska Voda“ wird das Akkordeon nicht nur als Begleitinstrument, sondern als virtuoser Dialogpartner des Orchesters inszeniert. Mit Joel Kroll übernimmt ein profilierter Künstler den Solopart, der für seine sensible und zugleich kraftvolle Interpretation moderner Originalliteratur bekannt ist. Gemeinsam mit dem Orchester unter der Leitung von Jana Witte erwartet die Zuhörer eine klangliche Reise voller Dynamik. „Die Kombination aus der filigranen Handwerkskunst des Porzellans und den lebendigen, kraftvollen Klängen unseres Orchesters gemeinsam mit dem Akkordeon bietet eine einzigartige Atmosphäre“, heißt es aus den Reihen des Ensembles. Das Mandolinenorchester Rudolstadt verspricht ein Konzerterlebnis, das sowohl Liebhaber klassischer Zupfmusik als auch Entdecker neuer Klangwelten begeistern wird. Einlass ist 30 Minuten vor Konzertbeginn. Die Eintrittskarten sind im Vorverkauf in der Sonnen-Apotheke Rudolstadt und in der Schiller-Apotheke Rudolstadt, in der Porzellanmanufaktur Volkstedt als auch in der Apotheke in der Südstadtgalerie Saalfeld oder telefonisch unter 03672/427889 erhältlich.