MemoRails: Halt! Hier wird an die NS-Geschichte erinnert - Zwangsarbeit in Meiningen
Enthüllung des Gedenkzeichens für die Opfer der NS-Zwangsarbeit in Meiningen Nach der Befreiung Meiningens durch die amerikanischen Alliierten hielten sich im Frühjahr 1945 knapp 6.000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter (sog. „Displaced Persons“) in Meiningen auf. Diese Menschen stammten aus nahezu allen von den Nationalsozialisten besetzten Ländern Europas. Sie mussten unfreiwillig unter anderem in der Rüstungsindustrie, in der Landwirtschaft, bei der Stadtverwaltung oder in privaten Haushalten arbeiten. Mit Unterstützung durch Fördermittel der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ konnte die Stadt Meiningen im Rahmen des Projekts „Memorails – Halt! Hier wird an NS-Geschichte erinnert“ erstmals vertieft zum Thema NS-Zwangsarbeit in Meiningen forschen und somit einen blinden Fleck in der Geschichte unserer Stadt sichtbar werden lassen. Seit Oktober 2025 hat Dr. Pierre Smolarski unter der Leitung der Historikerin und Fachbereichsleiterin für Kultur der Stadt Meiningen, Dr. Iris Helbing, die hiesigen Archive erschlossen und Datenbanken ausgewertet. Ziel war es, mehr über die Lebenswege und Schicksale der tausenden Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter zu erfahren. Wir laden Sie herzlich ein, die Ergebnisse dieser Spurensuche gemeinsam mit uns zu entdecken und sich mit diesem wichtigen Kapitel der Meininger Stadtgeschichte auseinanderzusetzen. Programm am Donnerstag, 27. August 2026: 15:00 Uhr | Bahnhof Meiningen, Lindenallee: Grußworte und Enthüllung des Gedenkzeichens15:30 Uhr |Gemeinsamer Spaziergang zur Dampflok Erlebniswelt16:15 Uhr | Dampflok Erlebniswelt: Ankommen und kleiner Empfang17:00 Uhr | Dampflok Erlebniswelt, Am Flutgraben 2: Vortrag „Forschungsergebnisse zur Zwangsarbeit in Meiningen“ mit Dr. Iris Helbing18:00 Uhr | Ende der VeranstaltungWeitere Veranstaltung: Bereits heute möchten wir Sie herzlich zu einer weiteren Veranstaltung im Rahmen der Auseinandersetzung mit der Geschichte der NS-Zwangsarbeit einladen: Mittwoch, 4. November 2026 | 18:00 Uhr | Galerie ada, Bernhardstraße 3, Meiningen: „Verbotener Umgang zwischen Deutschen und ausländischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter“ - Vortrag von Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit Berlin