Führung: 1050 Jahre Altenburg Made in Altenburg – Die Entwicklung von Architekturmodellen antiker Bauwerke So. 19.07.2026 | Bild 1
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Führung: 1050 Jahre Altenburg Made in Altenburg – Die Entwicklung von Architekturmodellen antiker Bauwerke

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Die Sonntagsführung am 19. Juli 2026 um 14 Uhr steht ganz im Zeichen der Architekturmodelle aus der Sammlung des Lindenau-Museums Altenburg. Ein besonderer Fokus des Rundgangs mit Dr. Ronny Teuscher in der Kunstgasse 1 wird dabei auf den Modellen Friedrich Sprengers aus der Zeit um 1882 liegen. Gut 30 Jahre nach der Gründung von Lindenaus Zeichenschule entwickelte der ehemalige Lehrer der Zeichenschule, Friedrich Sprenger (1807–1886), gemeinsam mit seinem ehemaligen Schüler Franz Naumann (1845–1887) in Altenburg eine "Architekturgeschichte in Modellen". Ziel waren großformatige Architekturproben aus Terrakotta von bedeutenden Bauwerken des Altertums bis zur Gotik. Sie sollten die architektonischen Handbücher dreidimensional ergänzen. Sprenger und Naumann griffen damit den Gedanken Bernhard August von Lindenaus (1779–1854) auf, der bereits Architekturmodelle aus Italien nach Altenburg gebracht hatte. Hergestellt wurden die Terrakottasegmente der Architekturen – "made in Sachsen-Altenburg" – anschließend in Naumanns Tonwarenfabrik in Plottendorf. Danach wurden sie im Unterricht der Lindenauschen Zeichenschule zur Veranschaulichung eingesetzt – noch heute befinden sie sich im Bestand des Lindenau-Museums. Im Rahmen des kürzlich erschienenen Bestandskatalogs "Baukunst für die Zeichenschule" zu den Architekturmodellen in der Sammlung des Museums wurden die Sprenger-Naumann’schen Terrakottamodelle von Dr. Ronny Teuscher, Archäologe an den Altenburger Museen, eingehend untersucht. Die Erkenntnisse aus dieser Forschungsarbeit bilden die Grundlage für den Rundgang in der Kunstgasse 1.

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