Veranstaltungsreihe: „Migration & Rassismus – Wie offen ist unsere Gesellschaft?“
Harald Hahns Großvater wurde von den Nationalsozialisten als „Asozialer“ in Buchenwald interniert. Das Stück des Berliner Theatermachers erzählt von dieser vergessenen Opfergruppe. Erst im Jahre 2020 beschloss der Bundestag ohne die Stimmen der AfD, sogenannte „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ als Opfer des NS-Regimes anzuerkennen. Im Erzähltheater spricht der Autor mit seinem verstorbenen Großvater Anton Knödler, der als Häftling in Buchenwald inhaftiert war. Ausgehend von den Monologen schlüpft Harald Hahn in die Rolle eines SS-Mannes und verwandelt sich zurück in das Kind, das er einst war. Ein schwäbischer Hausmeister kommentiert das Geschehen und schafft so die Verbindung zwischen Geschichte, Schauspieler und vermeintlich unbeteiligten Zuschauer*innen. Im Anschluss an das Stück findet ein Publikumsgespräch statt.