Conny Bauer
Im vierten Konzert der Reihe „Jazz hinter dem Eisernen Vorhang“, die den Jazz in den sozialistischen Ländern in den 60er/70er Jahren beleuchtet, steht die DDR im Zentrum. Zu Gast wird der legendäre 83jährige Ausnahmeposaunist Conny Bauer sein, der sein Publikum mit seinem einzigartigen Storytelling, das dank verblüffender Spieltechniken wie Zirkularatmung und Multiphonics, sowie geschmackvollen Loops von einer unwiderstehlichen Melodik und einer virtuosen Rhythmik geprägt ist. Dabei zieht es ihn immer wieder in besondere Räumlichkeiten, die über eine außergewöhnliche Akustik verfügen. Conny Bauer, geboren 1943 in Halle/Saale und aufgewachsen dort und im thüringischen Sonneberg, studierte nach autodidaktischen Anfängen als Sänger und Gitarrist Posaune in Dresden. Er spielte in legendären DDR-Bands wie Modern Soul, FEZ oder Synopsis, dem späteren Zentralquartett. Seit seinem ersten Solo-Konzert 1974 fasziniert er das Publikum mit seiner einzigartigen Spielweise. Bauer tourte durch Europa, die USA, Südamerika und Japan. Er arbeitete u,a, mit international renommierten Musikern wie Peter Brötzmann, William Parker, Louis Moholo und Barry Guy zusammen und verfolgt gegenwärtig Projekte mit jungen Szenegrößen wie Nils Wogram und Kalle Kalima. 2023 wurde er mit dem Albert-Mangelsdorff-Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. In Erfurt wird Conny Bauer von seinem Sohn, dem Berliner Pianisten Louis Rastig, begleitet. Jazz Hinter dem Eisernen Vorhang ist eine Zusammenarbeit des erfurt jazz project, des Jazzclub Erfurt, KUNO Erfurt und weiterer vereine.